Foto: Pressefoto Rudel, Stuttgart

2018

15. Brocken Challenge am 10.02.2018

 

Unser Ultra-Marathonläufer Karlheinz Dravec belegt bei der diesjährigen Brocken-Challenge einen starken 11. Platz in der Gesamtwertung und siegt in der Altersklasse M55

Die Brocken-Challenge (BC) ist ein recht anspruchsvoller Winter- Wohltätigkeits-Ultra-Marathonlauf der sich zwischen 80 bis 86 Kilometer und +2.000 Höhenmeter von Göttingen bis hoch auf den Brocken im Harz, dem höchsten Gipfel des Nordens, hinzieht und traditionell immer am zweiten Samstag des Februars stattfindet. Alle Startgelder und weitere Einnahmen werden zu 100% an gemeinnützige Institutionen in der Harzer Region gespendet. Jährlich bewerben sich ca. 500 Interessenten auf die auf 250 limitierten Startplätze.
Die BC ist zunächst ein Erlebnislauf, wenn nicht sogar ein Abenteuer-Lauf, der von den jährlich stark schwankenden äußeren Bedingungen erheblich beeinflusst wird. Die Überschrift des Laufes wird mit „kalt-hart-schön“ tituliert und der NDR beschrieb den Lauf in einer Dokumentation aus dem Jahr 2012 als „das härteste Rennen des Nordens“.

Einer dieser begehrten Startplätze wurde ein diesem Jahr auch dem LIWA-Ultra-Läufer Karlheinz „Kalle“ Dravec zugelost. Begleitet von einem LIWA-LaufTreff Support-Team mit Andrea Maier, Kirsten und Daniel Guggenmos machte er sich am Freitag auf nach Göttingen.
Glückicherweise zeigten sich die Wetterbedingungen am Lauftag eher moderat. Beim Start um 6:00 Uhr in der Früh in Göttingen lag die Temperatur nur 3 Grad unter dem Gefrierpunkt. Kalle startete das Rennen gemeinsam mit seinem Trailrunning Freund Erwin Bauer aus Alfdorf. Die erste Stunde musste noch im Dunkeln mit Stirnlampen absolviert werden. Beide brauchten diese Zeit auch um etwas warm zu werden. Das erste Viertel der Strecke stellte keine großen Herausforderungen, sodass die beiden schon nach 1:42 Std. den Verpflegungspunkt an der Halbmarathonmarke erreichten. Schon kurz nach diesem ersten „Frühstück“ bekamen es die Läufer mit den mächtigen Hinterlassenschaften von Orkan Friederike zu tun. In einem Waldabschnitt zwischen km 24 und 26 war kein direktes Durchkommen mehr möglich. Über 2 Kilometer hinweg lagen die Bäume nur noch quer am Boden. Die Läufer mussten hier einige hundert Meter weit ausweichen und sich durch das weitere Unterholz und Gestrüpp vorwärts kämpfen um irgendwie wieder auf den ausgewiesenen Weg zu kommen. Jetzt wurde die Strecke auch welliger und die Anstiege steiler. Dennoch konnten Kalle und Erwin das Tempo noch einigermaßen hoch halten und erreichten nach 3:54 Std. als Zwanzigste den Verpflegungspunkt bei km 42,5 in Barbis. Hier war zwar schon die Hälfte der Distanz geschafft, doch bis dahin war die Strecke bis auf ein paar wenige Passagen weitestgehend schnee- und eisfrei und mit ca. 650 hm etwa ein Drittel der Höhenmeter absolviert. Ab hier ging es in den Harz und damit begann das eigentliche Rennen. Schon auf der Strecke bis hierhin hatten die beiden Freunde vereinbart, dass ab jetzt im weiteren Verlauf jeder sein eigenes Rennen laufen muss.

Die meisten Athleten nutzten diesen Ort für eine längere Pause auch um die Ausrüstung von winterlich auf extrem winterlich umzustellen. Viele wechselten im Besonderen das Schuhwerk, einige rüsteten zusätzlich noch mit Spikes und Stöcken auf. Die Umgebung wurde rauer. Die Temperaturen waren mittlerweile auf minus 6 Grad gefallen und ein frischer Wind mit 50-60 km/h hatte zur Folge, dass es sich zeitweise wie minus 18 Grad anfühlte.  

Die beiden folgenden Streckenabschnitte wurden von den Teilnehmern aus den vorangegangenen Jahren als „Entsafter I“ und „Entsafter II“ getauft. Der Grund dafür war, dass die Schneehöhe jetzt schnell anstieg und sich die folgenden 20 Kilometer über 600 Höhenmeter immer stetig bergauf schlängelten. Nicht wild, aber wenig abwechslungsreich und mit zunehmender Dauer auch nervig. Die Fahrspuren auf den Forstwegen waren ziemlich vereist und auch in der Mitte fand man bei ca. 20 – 25cm Schneehöhe kaum einen sicheren Tritt um in einen gleichmäßigen Laufrhythmus zu kommen. Die ersten Ermüdungserscheinungen traten ein und das Vorwärtskommen wird anstrengender. Gehpausen dienen immer öfter zur Erholung. Aber mit diesen Bedingungen hatten ja alle zu kämpfen.
Mit der Ankunft an der Lausebuche bei 63,1 km hat man eine mentale Schlüsselstelle erreicht. Laut Streckenbeschreibung hat man jetzt noch ca. 17 km und weitere 700 hm vor sich. Nicht mal mehr ein Halbmarathon denkt man sich, aber ab hier wird es für die meisten dennoch zur Kopfsache. Immerhin zeigt sich die Landschaft wieder abwechslungsreicher. Das Feld hatte sich auch schon weit auseinandergezogen. Je nach Sichtbedingungen war man weitestgehend auf sich alleine gestellt. Ist man einmal unachtsam oder ein Schild durch die Schneeverwehungen nicht eindeutig zu erkennen, biegt man rasch mal falsch ab. So auch Kalle. An einer Abzweigung ohne eindeutige Beschilderung entschied sich Kalle leider für den falschen Weg. Er folgte einer Loipe die ihn noch tiefer in den hier kniehohen Schnee führte. Das kostete nicht nur Zeit sondern zehrte zusätzlich an den schwindenden Kräften. Doch nach etwas mehr als einem Kilometer führte die Spur auch wieder zurück auf die Originalstrecke und Kalle sah nun einige der Läufer wieder vor sich, die er seit der letzten Verpflegungsstation noch hinter sich gelassen hatte. Bis zum letzten VP bei Oderbrück (km 72,4) bildete man jetzt eine Dreiergemeinschaft, auch um sich besser orientieren zu können.
Dann standen die letzten 8 Kilometer hoch zum Brocken an. Die Wege wurden wieder breiter und präparierter, doch musste man sich diese ab jetzt mit einer zunehmenden Anzahl an Langläufern, Rodlern und Spaziergängern teilen. Dieser Streckenabschnitt mit noch einmal 370 Höhenmetern war wie auf Kalle zugeschnitten. Mit der sogenannten „zweiten Luft“ setzte er sich schnell von seinen beiden Begleitern ab und angefeuert von den Zaungästen zog er auf und davon. Eine Laufzeit von unter 9 Stunden war möglich. Das Problem jetzt war jedoch, dass er seinem Support-Team Andrea, Kirsten und Dani eine Zielzeit von ca. 10 oder mehr Stunden angekündigt hatte. Diese mussten ja auch erstmal noch 80 km mit dem Auto zurücklegen und mit der Brockenbahn hoch auf den Gipfel kommen um ihn dort im Ziel in Empfang nehmen zu können.
Auf dem letzten Kilometer zeigte sich das Brockenwetter nochmal wie man es aus den Wetterberichten im Fernsehen kennt. Neblig, windig, kalt, sau-kalt! Keine 10 Meter Sicht mehr. Orientierung nur an den Stimmen der Menschen. Wo ist dieser Brocken? Wo steht das Ziel? Und wo sind eigentlich diese Türme des Brockenhauses und die Masten der Wetterstation?? Das Zielbanner musste aufgrund der Wetterbedingungen um über 100 Meter nach hinten verlegt werden. Was sind schon 100 Meter nach 81,5 Kilometern? Eine (eiskalte) Ewigkeit…
Kalle lief bei seinem ersten Start bei dieser Challenge nach genau 8:29 Stunden sensationell als 11. durch das Ziel direkt in die Arme seiner Begleiter vom LIWA-LaufTreff und gewann souverän die Wertung in seiner Altersklasse M55. Ein starker Auftakt in das Laufjahr 2018.

Doch mit der Ankunft am Brockenhaus war das Abenteuer noch lange nicht beendet. Während die Veranstalter noch dafür sorgten, dass man einen Gepäckrucksack mit frischer Kleidung nach oben bringen lassen konnte, musste man den Rückweg nach 17 Uhr (letzte Bahnfahrt ins Tal)  in den nächstgelegen Ort nach Schierke selbst organisieren. Je nach Weg nochmal zwischen 7,5 und 10 km, allerdings abwärts. Im Dunkeln,  auf vereisten Wegen und mit dem ganzen Gepäck auf dem Rücken-
man gönnt sich ja sonst nichts. Während sich die ersten Gruppen auf den Abstieg machten, waren noch zahlreiche Läufer/innen auf der Strecke und kämpften sich in der Dunkelheit, bei leichtem Schneetreiben und im Schein ihrer Stirnlampen teilweise alleine den Berg nach oben. Der CuttOff lag bei 14 Stunden im Ziel. Am Ende wurden 172 Finisher gezählt. Der Letzte mit einer Zeit von 13:52 Stunden kurz vor 20 Uhr. Und die Letzten müssen danach auch noch runter….. WAHNSINN!
Aber: gar nicht verrückt zu sein ist ja auch nicht normal!

 

Two Bays Trailrun in Melbourne (Australien) am 14.01.2018

Unsere beiden LIWA-LaufTreffler Andrea Maier und Karlheinz Dravec nutzen am 14. Januar während eines Aufenthaltes in Australien die Chance an einem offiziellen Trailrun auf dem Kontinent am anderen Ende der Welt teilzunehmen.
Da machen die beiden ganz entspannt Urlaub in Australien und dann findet da doch ganz zufällig ein Trailrun an dem Tag statt, an dem die in dieser Gegend sind. Und zwar der „Two Bays Trailrun“ ca. 80 km südlich von Melbourne.

Ein Trail über 28 km mit 750 hm von Dromana an der Port Phillip Bay bis zum Leuchtturm am Cape Schanck der hoch über der Bass Strait, die den Indischen Ozean und die Tasmanische See verbindet, herausragt. Ein wirklich traumhafter aber auch sehr anspruchsvoller Trail in einer sehr abwechslungsreichen Landschaft und mit immer wieder tollen Ausblicken auf den Ozean.
Im Vorfeld mussten sich die beiden noch ausgiebig über die Gefahr und das Behandeln von mögliche Schlangen- oder Spinnenbissen informieren und es war Pflicht entsprechendes Verbandsmaterial mitzuführen. Da denkt man dann schonmal kurz darüber nach, ob man da mit durch will. Ganz nach dem Motto „diese Chance in Australien zu laufen bekommen wir nie wieder, also just do it“ begaben sich die beiden mit 1.100 weiteren Trailrunnern auf das unbekannte Terrain.

Der Lauf wurde um 6:00 Uhr gestartet. Das Wetter und die Temperaturen zeigten sich in den frühen Morgenstunden ganz angenehm. Schon nach 3 Kilometern ging es in das Bushland Reserve. Ab hier war höchste Konzentration angesagt. Man musste ständig darauf achten wohin man den nächsten Schritt setzt und durfte natürlich auch den weiteren Weg nicht aus den Augen lassen. Ist es nur eine Wurzel, oder bewegt es sich?? Doch über 1000 trampelnde Beinpaare sorgten vermutlich dafür, dass sich die Tierwelt doch etwas gestört fühlte und sich entsprechend zurück zog. Immer wieder gab es auch Abschnitte auf  breiten Wegen und Holzpfaden, die ein paar Zentimeter über dem Boden durch den dichten Wald führten.
Bis auf ein paar Kakadus, weidende Rinder und weit entfernt springende Kängurus gab es keinerlei Kontakt  zu irgendwelchem Getier. Mit zunehmender Tageszeit wurde es auch wärmer und die Verweildauer an den Verpflegungsständen länger. Die letzten 3 Kilometer waren dann noch eine besondere Herausforderung, da der Weg zum Leuchtturm hoch über teilweise sehr hohe Treppenstufen führte und die Kräfte schon verbraucht waren. Doch die beiden kämpften sich durch und durften nach 4 Stunden im Ziel überglücklich ihre australische Finisher Medaille in Empfang nehmen. Ein absolut traumhaftes Erlebnis. Damit hat der LIWA-LaufTreff sein Revier jetzt auch bis nach Australien ausgedehnt.

Nach der Anstrengung genossen die Beiden noch ein paar sonnige Stunden am weitläufigen Sandstrand und kühlten ihre Wadenmuskulatur in der erfrischenden See.

13. Drei-Königs-Lauf in Heiningen am 06.01.2018

 

Aus Heiningen berichtet Kirsten Guggenmos:

Erfolgreicher Start ins Jahr 2018.

Gleich 19 Läufer und Läuferinnen des Liwa-Lauftreffs wollten ihren aktuellen Leistungsstand beim 13. Drei-Königs-Lauf in Heiningen über 10,4 km testen, darunter auch drei Teilnehmer des aktuellen Laufprojektes „von 0 auf 21km“. Das Wetter ließ bei kühlen aber trockenen Verhältnissen das Läuferherz höherschlagen.

In einer wie immer familiären Atmosphäre machte sich ein Läuferfeld auf um den Rundkurs zu bewältigen. Die Ergebnisse der Liwa-Läufer und -Läuferinnen konnten sich wie immer sehen lassen. Gunther, Oliver, Wolfgang H., Bernd und Daniel blieben gleich 5 Läufer unter 50 Minuten. Danach folgten Roman, Michaela, Thomas, Cinzia und Clarissa, die alle unter einer Stunde blieben. Etwas länger als eine Stunde benötigten Wolfgang R., Karin, Sabrina, Christiane, Claudia und Ingo. Auch die Ergebnisse unserer Projektteilnehmer Andrea, Yvonne und Carsten bei Ihrem ersten Volkslauf konnten sich sehen lassen.

Zu großen Überraschungen kam es bei der Siegerehrung. Gleich 6 Treppchen-Plätze, inklusive einem Sieg in einer Altersklasse, konnten für den Liwa-Lauftreff eingefahren werden. So war Michaela schnellste in der AK40, Karin wurde in der AK55 Zweite und dritte Plätze gab es für Clarissa (AK30), Daniel (AK35), Cinzia (AK40) und Wolfgang H. (AK50) …

Ergebnisse

·         Gunther Krapf                              Gesamt: 19, Zeit: 43:24, AK: 4

·         Oliver Hees                                  Gesamt: 20, Zeit: 43:25, AK: 5

·         Wolfgang Hohlbauch                 Gesamt: 41, Zeit: 46:39, AK: 3

·         Bernd Göhner                              Gesamt: 55, Zeit: 49:01, AK: 4

·         Daniel Guggenmos:                    Gesamt: 58, Zeit: 49:30, AK: 3

·         Roman Köpf                                 Gesamt: 66, Zeit: 50:13, AK: 5

·         Michaela Rahm                           Gesamt: 87, Zeit: 54:01, AK: 1

·         Thomas Damaschke                   Gesamt: 98, Zeit: 55:12, AK: 15

·         Cinzia Zeltenhammer                 Gesamt: 107, Zeit: 55:58, AK: 3

·         Clarissa Bucher                           Gesamt: 119, Zeit: 57:01, AK: 3

·         Wolfgang Reetz                           Gesamt: 161, Zeit: 1:03:04, AK: 11

·         Karin Reetz                                   Gesamt: 162, Zeit: 1:03:06, AK: 2

·         Sabrina Reetz                              Gesamt: 172, Zeit: 1:04:42, AK: 6

·         Christiane Ehnes                        Gesamt: 180, Zeit: 1:06:53, AK: 4

·         Claudia Hees                               Gesamt: 181, Zeit: 1:07:03, AK: 10

·         Ingo Zeltenhammer                    Gesamt: 182, Zeit: 1:07:19, AK: 39

·         Andrea Pfeffer                             Gesamt: 193, Zeit: 1:14:47, AK:12

·         Yvonne Kahnes-Leineweber    Gesamt: 194, Zeit: 1:18:57, AK:4

·         Carsten Leineweber                   Gesamt: 195, Zeit: 1:18:58, AK:25

 

Das LIWA-LaufTreff Running Team in Heiningen
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